Re: Womit MS wirklich gutes Geld verdienst sind - Microsoft plant kein Office für Linux

Hi d-fault,
> > Eine Linux Version für Office würde eines der beiden Standbeine
> > stärker gefährden.
>
> Allerdings ist es sowieso eine Frage, wie lange Microsoft nur auf
> diesen beiden Standbeinen die restlichen vielen anderen (von MS als
> solche vorgesehenen) “Standbeine” mittragen kann.
>
> Ein Tisch mit nur zwei Beinen wird eben früher oder später umfallen.
Windows oder Office sind unlängst nicht mehr die Hauptargumente für
Windows. Die tragenden Standbeine sind andere:
1. Jeder hat es, jeder kennt es. Wozu umgewöhnen?
2. Aus (1) resultierend wird die meiste Software und Hardware extrem
auf Microsoft zugeschnitten. Das gilt für Spiele als auch für Treiber
und sonstige Software.
Ich kann es nicht anders sagen, aber es ist die Unwissenheit und
Faulheit der breiten Masse, der MS seinen Erfolg verdankt. Und das
ist
auch der Grund, warum es noch länger Erfolg haben wird.
Exotische Treiber und andere Software werden unter Linux so lange
fehlen, bis es bekannter, und dadurch mehr benutzt wird.
Einer der ersten Schritte wäre, die lokalen Computergeschäfte dazu zu
bewegen, Linux statt Windows zu vertreiben. Ich habe kürzlich aus
diesem Grund bei meinem Lieblings-PC-Geschäft angefragt, und sofort
wusste ich den Grund, warum das noch nicht passiert: Wenn die Käufer
Probleme mit den PC’s haben, wenden sie sich an einen Freund. Kann
der nicht helfen, ist das PC-Geschäft dran - und das will sich mit
solchen Kleinigkeiten nicht rumschlagen, da sich das einfach nicht
lohnt. Und ihr dürft ein Mal raten, welches Betriebssystem der
“Freund”
höchstwahrscheinlich benutzt: Windows.
Deshalb ist es auch für einen Windows-Prediger ungünstig, zu sagen,
jeder dahergelaufene 16jährige könne an OpenSource-Produkten
“rumfrickeln”.
Gerade bei Windows “helfen” nämlich viele Leute, die davon eigentlich
gar nichts verstehen. Und das sind Tatsachen.
Linux wird also auch noch in den nächsten Jahren ein
Nischen-Betriebssystem sein (und das sage ich als Linux-Benutzer).
Wenn die Prozentzahl der Nutzrate weiter konstant ansteigt, wird es
irgendwann einen Punkt geben, an dem Schwung in die ganze Sache kommt
(Mund-zu-Mund-Propaganda durch direkte Bekannte etc.).
Die Prognosen über diesen Zeitpunkt werden aber noch lange unsicher
bleiben.
Freundliche Grüße
Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

Leave a Comment

You must be logged in to post a comment.